Themen im Fokus unserer Experten

Unsere Ingenieure und Berater beschäftigen sich mit einer Vielzahl von Fragestellungen. Dabei geht es zum Beispiel um den Einsatz innovativer Technologien und Themen wie die Vernetzung von Komponenten der Energieinfrastruktur.


Building Information Modeling (BIM)

Building Information Modeling (BIM)

Die durchgängige Digitalisierung aller planungs- und realisierungsrelevanten Informationen zu Planung, Ausführung und Betrieb von Bauwerken als virtuelles Modell wird mit Building Information Modeling – kurz BIM – umschrieben. Es ist eine Methodik, welche die Erzeugung und Verwaltung von virtuellen Darstellungen der physikalischen und funktionalen Eigenschaften eines Bauwerks beinhaltet. Die digitalen Bauwerksmodelle sind eine Abbildung des realen Projekts in 3D und stellen dabei eine Informationsdatenbank rund um das Bauwerk dar, z.B. für Zeit, Kosten oder Materialkennwerte. Damit wird eine verlässliche Quelle für Entscheidungen während des gesamten Lebenszyklus geschaffen, von der ersten Vorplanung bis zum Rückbau. Sie nutzt gegenüber herkömmlichen IT-Modellen deutlich mehr Informationen und schafft eine synchronisierte Datenbasis, auf die alle Beteiligten zugreifen können.


Entwicklung von Smart-Data-Plattformen

Entwicklung von Smart-Data-Plattformen

Zusammen mit Partnern aus Wissenschaft und Industrie entwickelt Fichtner Smart-Data-Plattformen, mit denen Infrastrukturbetreiber oder Energieverbünde ein prognose- und marktbasiertes Energiemanagement vornehmen können. Aufgabe der Plattformen ist es, große Mengen unterschiedlicher Daten aus heterogenen Quellen zusammenzuführen – aus „Big Data“ werden „Smart Data“. Auf dieser Grundlage können anschließend neue Verfahren für die Optimierung des Infrastrukturbetriebs entworfen werden. Darüber hinaus werden von uns standardisierte Services mitentwickelt, die es Energieverbünden ermöglichen, betreiberübergreifende Energiesysteme zu optimieren. Neben der Projektkoordination übernimmt Fichtner die Systemanalyse der Infrastruktur sowie die Konzeption der Gesamtarchitektur der Smart-Data-Plattformen. Häufig werden diese Projekte noch finanziell gefördert, z.B. vom deutschen Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.


HGÜ-Studien für VSC-Verbindungen und hybride Leitungen

Leistungsstarke Kraftwerke entstehen häufig an Standorten, die weit von den Zentren des Energieverbrauchs entfernt sind. Daher werden hohe Kapazitäten bei den Übertragungsleitungen erforderlich. Infolgedessen muss auch die vorhandene Kapazität des Übertragungsnetzes erhöht werden. Eine Option, die weltweit von Energieversorgern untersucht wird, ist die Verwendung von hybriden Drehstrom-/HGÜ-Leitungen. Die Nutzung einer vorhandenen Infrastruktur ist eine ideale Alternativlösung, wenn die Öffentlichkeit neue Stromleitungen ablehnt oder neue Trassen nur beschränkt verfügbar sind. Bei der Auslegung neuer Übertragungsleitungen können Masten eingesetzt werden, die von unterschiedlichen Spannungssystemen genutzt werden. Dagegen sind vorhandene Übertragungsleitungen und Masten üblicherweise nicht für ein HGÜ-System geeignet, wenn sie ursprünglich ausschließlich für Drehstrom-Systeme konzipiert waren.  

Fichtner beteiligt sich an Studien für verschiedene Projekte in der HGÜ-Technologie, bei denen Drehstrom- und HGÜ-Leitungen denselben Mast nutzen. Zudem engagieren sich Fichtner-Experten aktiv in unterschiedlichen wissenschaftlichen Organisationen, Berufsorganisationen sowie Normungsgremien (CIGRE, IEEE, IEC, CENELEC).