Themen im Fokus unserer Experten

Unsere Ingenieure und Berater beschäftigen sich mit einer Vielzahl von Fragestellungen. Dabei geht es zum Beispiel um den Einsatz innovativer Technologien und Themen wie die Vernetzung von Komponenten der Energieinfrastruktur.


Erweiterung unseres bereits umfangreichen Leistungsportfolios für geschäftskritische Anlagen um das Geschäftsfeld Rechenzentren

Erweiterung unseres bereits umfangreichen Leistungsportfolios für geschäftskritische Anlagen um das Geschäftsfeld Rechenzentren

Im Zeitalter der Digitalisierung wird das Wachstum von Rechenzentren durch 5G, autonomes Fahren, hochauflösende Streaming-Dienste, Content-Delivery, KI sowie Cloud-Dienste und -Technologien weiter beschleunigt. Rechenzentren verbrauchen viel Strom für die Bereitstellung von IT- und Cloud-Diensten, insbesondere für die Verarbeitung, Bereitstellung und Speicherung von Daten. Es wird erwartet, dass der Anteil der Rechenzentren am weltweiten Stromverbrauch in den nächsten 10 bis 20 Jahren so stark wachsen wird, dass die bestehende und neu entstehende Infrastruktur für die Stromerzeugung mit dem Strombedarf nur mit größten Schwierigkeiten Schritt halten kann. D.h. es müssen ernsthafte nationale und internationale Anstrengungen unternommen werden, um dieses Bedarfswachstum zu untersuchen und die richtigen Entscheidungen für die Planung und Schaffung der Infrastruktur zu treffen, die für diese kritische Branche und die digitale Wirtschaft unserer Welt von zentraler Bedeutung ist. Die Bedeutung und Kritikalität dieser Branche hat sich schon mehrfach gezeigt, z. B. während der Covid-19-Pandemie. Die veränderten Kommunikations- und Arbeitsweisen in der Geschäftswelt, werden dauerhafte Auswirkungen haben und die Wachstumsgeschwindigkeit weiter erhöhen.

Wir bei der Fichtner-Gruppe als eines der führenden Beratungsunternehmen im Bereich der Energieerzeugung und erneuerbarer Energien haben uns dem Ziel verschrieben, einen Beitrag zur Konzeption und zum Wachstum der Rechenzentren und der dafür erforderlichen Infrastruktur zu leisten. Wir haben daher nun ein neues Geschäftsfeld eingerichtet, um unser Leistungen auf diesem Gebiet noch stärker in den Fokus zu rücken.


Building Information Modeling (BIM)

Building Information Modeling (BIM)

Die durchgängige Digitalisierung aller planungs- und realisierungsrelevanten Informationen zu Planung, Ausführung und Betrieb von Bauwerken als virtuelles Modell wird mit Building Information Modeling – kurz BIM – umschrieben. Es ist eine Methodik, welche die Erzeugung und Verwaltung von virtuellen Darstellungen der physikalischen und funktionalen Eigenschaften eines Bauwerks beinhaltet. Die digitalen Bauwerksmodelle sind eine Abbildung des realen Projekts in 3D und stellen dabei eine Informationsdatenbank rund um das Bauwerk dar, z.B. für Zeit, Kosten oder Materialkennwerte. Damit wird eine verlässliche Quelle für Entscheidungen während des gesamten Lebenszyklus geschaffen, von der ersten Vorplanung bis zum Rückbau. Sie nutzt gegenüber herkömmlichen IT-Modellen deutlich mehr Informationen und schafft eine synchronisierte Datenbasis, auf die alle Beteiligten zugreifen können.

 

BIM − 3D-Planung in allen Projektphasen
Beim Building Information Modeling (BIM) wird ein digitales Modell erstellt, welches alle relevanten Planungsdaten enthält. Es ermöglicht eine vernetzte Arbeitsweise, die den Planungs- und Bauprozess mit Hilfe dreidimensionaler Datenmodelle effizient und transparent macht. Diese Arbeitsmethode setzen wir in zahlreichen Projekten ein − zum Beispiel beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) oder bei der Planung von Schaltanlagen:

 

 


Entwicklung von Smart-Data-Plattformen

Entwicklung von Smart-Data-Plattformen

Zusammen mit Partnern aus Wissenschaft und Industrie entwickelt Fichtner Smart-Data-Plattformen, mit denen Infrastrukturbetreiber oder Energieverbünde ein prognose- und marktbasiertes Energiemanagement vornehmen können. Aufgabe der Plattformen ist es, große Mengen unterschiedlicher Daten aus heterogenen Quellen zusammenzuführen – aus „Big Data“ werden „Smart Data“. Auf dieser Grundlage können anschließend neue Verfahren für die Optimierung des Infrastrukturbetriebs entworfen werden. Darüber hinaus werden von uns standardisierte Services mitentwickelt, die es Energieverbünden ermöglichen, betreiberübergreifende Energiesysteme zu optimieren. Neben der Projektkoordination übernimmt Fichtner die Systemanalyse der Infrastruktur sowie die Konzeption der Gesamtarchitektur der Smart-Data-Plattformen. Häufig werden diese Projekte noch finanziell gefördert, z.B. vom deutschen Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.


HGÜ-Studien für VSC-Verbindungen und hybride Leitungen

Leistungsstarke Kraftwerke entstehen häufig an Standorten, die weit von den Zentren des Energieverbrauchs entfernt sind. Daher werden hohe Kapazitäten bei den Übertragungsleitungen erforderlich. Infolgedessen muss auch die vorhandene Kapazität des Übertragungsnetzes erhöht werden. Eine Option, die weltweit von Energieversorgern untersucht wird, ist die Verwendung von hybriden Drehstrom-/HGÜ-Leitungen. Die Nutzung einer vorhandenen Infrastruktur ist eine ideale Alternativlösung, wenn die Öffentlichkeit neue Stromleitungen ablehnt oder neue Trassen nur beschränkt verfügbar sind. Bei der Auslegung neuer Übertragungsleitungen können Masten eingesetzt werden, die von unterschiedlichen Spannungssystemen genutzt werden. Dagegen sind vorhandene Übertragungsleitungen und Masten üblicherweise nicht für ein HGÜ-System geeignet, wenn sie ursprünglich ausschließlich für Drehstrom-Systeme konzipiert waren.  

Fichtner beteiligt sich an Studien für verschiedene Projekte in der HGÜ-Technologie, bei denen Drehstrom- und HGÜ-Leitungen denselben Mast nutzen. Zudem engagieren sich Fichtner-Experten aktiv in unterschiedlichen wissenschaftlichen Organisationen, Berufsorganisationen sowie Normungsgremien (CIGRE, IEEE, IEC, CENELEC).