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Startseite  Umwelt - Boden- und Gewässerschutz: Projektbeispiele
Projektbeispiele Boden- und Gewässerschutz

Sanierung des Industrie- und Recyclingparks Rositz, Deutschland

Auf dem Gelände des ehemaligen Teerverarbeitungswerkes Rositz wurden von 1917 bis 1990 ca. 17,5 Mio. Tonnen Braunkohlenschwelteer, ca. 9,23 Mio. Tonnen Erdöl sowie ca. 620.000 Tonnen sonstige Rohstoffe, darunter 210.000 Tonnen Schwefelsäure, Natron- und Kalilauge in entsprechenden Anlagen verarbeitet und gelagert. Die bekannten erheblichen ökologischen Schäden resultieren aus dem mehr als 70-jährigen Produktionsgeschehen dieses ehemaligen Industriestandortes. In Verbindung mit der Baureifmachung und der Erschließung des ca. 44 ha großen Areals erbrachte Fichtner folgende Leistungen: Nutzungsorientierte Sanierungsplanung (HOAI- Phasen 1 bis 9), Sanierungserkundung, Untersuchung von Verfahrensalternativen, Planung von Sicherungsmaßnahmen, Bodenmanagement, Erstellung eines geographischen Informationssystems, Schnittstellenkoordination zu den Erschließungsplanern und örtliche Bauüberwachung.

 

Gutachten über Umweltrisiken auf einem Werksgelände, Deutschland

Im Rahmen eines Unternehmenstransfers klärte Fichtner, ob Untergrundkontaminationen auf dem Werksgelände der zu übernehmenden Firma vorhanden sind. In einem ersten Arbeitsschritt wurde eine Historische Erhebung durchgeführt und das Gefährdungspotenzial für die Umwelt, insbesondere für das Grundwasser, von auf diesem Grundstück eingesetzten Produktions- und Produktionshilfsmitteln abgeschätzt. Anschließend wurde die Orientierende- und die Detailerkundung durchgeführt. Im Rahmen dieser Beweissicherung zu Umweltrisiken (Altlasten) konnten die Untergrundkontaminationen quantifiziert und monetär abgeschätzt werden.

 

Renaturierung eines landwirtschaftlich beeinflussten Fließgewässers, Deutschland

Aufbauend auf den zur Verfügung gestellten Vermessungsunterlagen wurden hydraulische Wasserspiegellagenberechnungen für verschiedene Abflusszustände (MNH bis HQ100) unter Berücksichtigung von 14 Stauanlagen sowie ohne die Stauanlagen durchgeführt. Dabei waren vor allem die Auswirkungen im Hochwasserfall für die im Einzugsbereich des Gewässers liegenden Ortschaften und landwirtschaftlichen Flächen von Bedeutung sowie die Betrachtung der Gewässerentwicklung unter Berücksichtigung des ersatzlosen Rückbaus der Stauanlagen (Niedrigwasseranhebung in Trockenperioden). Basierend auf den Ergebnissen einer Pflege- und Entwicklungskonzeption konnte ein definiertes Entwicklungsziel für das Fließgewässer erarbeitet werden. Die Konzeption wurde mittels hydrologischen Einzugsgebietsbetrachtungen sowie hydraulischen Berechnungen des gesamten Gewässernetzes, der ökomorphologischen Zustandsbewertung und der Aufstellung eines naturschutzfachlich begründeten Leitbildes erstellt. Dieses Ziel trägt sowohl einer naturnahen Gewässergestaltung als auch den verschiedenartigen Nutzungsansprüchen an das Gewässer (z.B. Landwirtschaft, Anwohner, Angler) Rechnung.

 

Sanierung einer Deponie für Produktionsrückstände aus der chemischen Industrie, Deutschland

Im Rahmen der Sanierung der Deponie war eine Machbarkeitsuntersuchung zum Einsatz von Horizontalbohrverfahren durchzuführen. Ziel der Bohrung war, die Deponie zu unterfahren und als Bodenluftabsaugbrunnen ausgebaut zu werden, um den Eintrag von Schadstoffen in das Grundwasser zu unterbinden. Dabei wurden von Fichtner verschiedene am Markt befindliche Horizontalbohrsysteme und deren Einsetzbarkeit unter den gegebenen schwierigen geologischen Bedingungen (Kies, stark verbackener Kies mit Blöcken) verglichen und dem bergmännischen Auffahren eines Stollens gegenüber gestellt. Weiterhin wurden die Risiken benannt sowie Korrekturmaßnahmen beim Auftreten von Schwierigkeiten empfohlen.

 

Sanierung eines Kerosinschadens auf einem Fliegerhorst, Deutschland

Durch den langjährigen Betrieb eines Fliegerhorstes sind erhebliche Mengen Kerosin in den Untergrund gelangt. Die ingenieurtechnischen Leistungen von Fichtner umfassten die Erkundung der Grund- und Oberflächenwasserverhältnisse am Standort und im Umfeld und die Sanierungsplanung, -begleitung und -kontrolle der Entfernung der Ölschicht auf dem Grundwasser.

 

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Erkundung und Sanierung einer Sonderschadstoffdeponie, Deutschland

In der Sonderschadstoffdeponie wurden flüssige und feste Schadstoffe der Petro- und Agrochemie abgelagert und durch die emittierten Schadstoffe ein Wasserwerk bedroht. Durch Fichtner erfolgte die Darstellung und Quantifizierung der hydrogeologischen und geochemischen Prozesse in der ungesättigten Bodenzone und in drei Grundwasserleitern. Nach Durchführung einer Nutzer- und Nutzungsrecherche erfolgte die Entwicklung eines komplexen Grundwassermonitoring-Programms einschließlich Durchführung und Überwachung sowie eine Beurteilung der Gefahrensituation für ein unterstromiges Wasserwerk. Anschließend wurde ein Sanierungskonzept entwickelt und mit den beteiligten Behörden abgestimmt.

 

Sanierung eines Standortes der Großchemie, Deutschland

Durch eine nahezu einhundertjährige industrielle Tätigkeit sind am Standort erhebliche Mengen leicht- und schwerflüchtiger halogenierter Kohlenwasserstoffe in den Untergrund gelangt, die das Grundwasser und einen Vorfluter belasteten. Um einen optimalen Einsatz der begrenzten Ressourcen zu erreichen wurden von Fichtner folgende Leistungen erbracht: Erstellung eines 3D-Grundwasserströmungs- und Schadstofftransportmodells; Berechnung von Sanierungsszenarien; Dimensionierung und Lokalisierung von Sanierungsbrunnen; Optimierung der Sanierungsstrategie; Erstellung von Prognosen; Schutz des unmittelbar angrenzenden Flusses vor Schadstoffeinträgen; Planung, Durchführung und Auswertung eines umfangreichen Gewässermonitoring-Programms; sowie Darstellung der hydrochemischen Prozesse in der ungesättigten und gesättigten Bodenzone (jeweils ca. 50 m Mächtigkeit).

Revitalisierung eines Fließgewässers zum Ausgleich des Wasserdefizits im Auenwald, Deutschland

Mit der Herstellung eines ca. 5,4 km langen durchgehenden Gewässerverlaufes wurde ein Beitrag zum Ausgleich des Wasserdefizits im Leipziger Auwald geleistet und die Rückführung des Auwaldes in seinen natürlichen Zustand angestrebt. Entlang des Gewässerverlaufes wurden mehrere Fließgewässer, zwei Bahnlinien und eine Straße gequert sowie zusätzlich 13 weitere Durchlassbauwerke zur Kreuzung des bestehenden Wegesystems des Auwaldes neu errichtet. Zwischen den Bauwerken wurde ein naturnah gestaltetes Grabenprofil hergestellt. Die Gestaltung des Gewässers richtete sich nach dem typischen Leitbild eines Flussauenbaches der Niederungen. Entsprechend der Jahreszeit beträgt der Wasserdurchfluss zwischen 150 und 500 l/s.

 

Überwachung der Einleitung von Industrieabwasser, Deutschland

Zur Überwachung der Einleitung von Industrieabwasser wurden hydraulische und chemische Daten erhoben und ein Computerprogramm an die jeweiligen spezifischen Randbedingungen der Einzugsgebiete angepasst. Grundlage ist das von uns entwickelte und gelieferte datenbankbasierte mehrbenutzerfähige Indirekt-Einleiter-Kataster UBIS, das bei mehreren Abwasserverbänden verwendet wird.

 

Sanierung des ehemaligen Kohleminenkomplexes in Mostar, Bosnien-Herzegowina

Im Auftrag der KfW Bankengruppe untersuchte Fichtner im Konsortium im Rahmen einer Machbarkeitsstudie die Umweltbelastungen durch die ehemalige Kohlemine Vihovici, am Stadtrand von Mostar. Dabei wurde sowohl das Ausmaß der Boden- und Grundwasserbelastung als auch das Vorhandensein von Schwelbränden in den Kohleflözen geprüft. Es wurden Vorschläge zur Sanierung des zuvor als Deponie für Siedlungsabfälle und Sondermüll genutzten Gebietes für die spätere Nutzung als Freizeitgelände ausgearbeitet. Basierend auf den Ergebnissen der Studie und der in Aussicht gestellten Finanzmittel des Environmental Debt-Swap Arrangement der Bundesrepublik Deutschland, plante das Konsortium die Auslegung und Umsetzung der Maßnahmen zur Löschung der Schwelbrände sowie der Anbringung einer Sperre in einem 25 m unter der Oberfläche gelegenen schwer zugänglichen Tunnel und erstellte dafür die technischen Spezifikationen.

 

Sanierung eines Detergentien-Tanklagers, Polen

Für ein Detergentien-Tanklager erarbeitete Fichtner die Ausführungsplanung einer Grundwasserkreislaufführung zur Auswaschung von Waschmitteln im Boden unterhalb der Tanktassen. Dies umfasste die Erstellung eines einfachen Schadstofftransportmodells zur optimalen Auslegung und Optimierung der Sanierungsbrunnen und die Behandlung eines Teils des abgepumpten Wassers. Weiterhin wurde die flächenhafte Versickerung des gereinigten Grundwassers geplant, um die Sanierungszeit durch das gezielte Auswaschen der gut-wasserlöslichen Detergentien signifikant zu reduzieren.

 

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